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Nahost-Reisen
Reisen in den Nahen Osten
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Der Nahe Osten ist eine
geographische Bezeichnung, die heute im Allgemeinen für die arabischen Staaten
Vorderasiens und Israel benutzt wird. Darüber hinaus werden selten auch die
Türkei, Ägypten und der Iran dazugezählt. Der Nahe Osten umfasst somit die Staaten
Irak, Syrien, Libanon, Israel, Jordanien, Saudi-Arabien, VAE, Oman, Jemen,
Bahrain, Katar und Kuwait.
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Der Nahe Osten im engeren Sinne
wird von drei Meeren begrenzt: dem Roten Meer, dem Persischen Golf und
dem Arabischen Meer. Die besondere Faszination dieses Naturraums geht
von seinen atemberaubenden Landschaften aus. Einerseits wechseln sich
schroffe, bizarre Gebirgslandschaften mit tief eingeschnittenen Wadis
ab, d.h. mit Trockentälern, die nur episodisch nach seltenen, heftigen
Niederschlägen Wasser führen. Andererseits leiten diese über mal steile,
mal ebene Küstenlandschaften mit langen, zum Schnorcheln einladenden
Stränden sowie im Inland zu weitläufigen Schotter- und Kiesebenen. An
deren “Enden”, den topographisch tiefsten Stellen der Wüste, wird es
richtig sandig: hier befinden sich ausgedehnte Dünengebiete. Unsere
Reisen in den Nahen Osten führen in die Länder Jemen, Oman,
Saudi-Arabien und in die Emirate sowie nach Syrien und Jordanien. Das
Landschaftsbild Jemens ist geprägt von Gebirgen, von mit Wadis
durchzogenem Hochland sowie von der Sandwüste Rub-al Khali. Im Meer
vorgelagert liegt ein Archipel mit der Hauptinsel Soqotra, welche von
großen Korallenriffen umgeben ist. Sie besteht zu weiten Teilen aus
einem Hochplateau – in den tieferen Regionen und an den Berghängen
hingegen weist sie eine recht dichte, ursprüngliche Flora und Fauna auf.
Der Jemen lässt sich in vier Großlandschaften gliedern, die wir auf
unseren Jemen-Expeditionen teilweise miteinander verbinden: Die zwischen
30 km und 60 km breite, sanft ansteigende Küstenebene wird vor allem im
Südwesten durch vorstoßende Gebirgsflanken gegliedert. Teilweise finden
sich Zeugen von früherem Vulkanismus. Die Ebene an der Westküste, die Tihama, wird von
Sand- und Kiesflächen beherrscht. Zum Landesinneren hin erhebt sich
steil das zerklüftete, im Westen mehrfach über 3.000 m hohe Randgebirge.
An das Gebirge schließt sich ein Hochland mit Durchschnittshöhen von
2.000 m bis 2.500 m an. Es ist von Wadis durchzogen; das bekannteste ist
das parallel zur Südküste verlaufende Wadi Hadramaut. Nach Nordosten hin
fällt das Hochland in Stufen zur zentralarabischen Sandwüste Rub-al
Khali ab. Das Sultanat Oman liegt im Südosten Arabiens. Seine weitläufigen Küsten
mit weißen Sandstränden reichen von der Straße von Hormuz im Norden bis
zum Arabischen Meer im Süden. Von der Landschaft Omans geht eine
besondere Faszination aus: Bis über 3.000 m hohe, bizarre Bergmassive,
zum Teil vulkanischer Entstehung, ausgedehnte kiesige und felsige Ebenen
sowie Dünengebiete, die im Falle der Wahiba Sands zum Teil bis ans Meer
reichen.
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Im Königreich
Saudi-Arabien liegen die beiden heiligsten Stätten des Islam, die Kaaba
in Mekka sowie die Ruhestätte des islamischen Propheten Mohammed in
Medina. Das Land besteht größtenteils aus einem ausgedehnten Hochland.
Im Westen bildet das Plateau einen steilen Randabbruch, der parallel zur
Küste des Roten Meeres verläuft. Im Nordwesten gibt es praktisch keine
Küstenebene. Die höchsten Gipfel liegen im Südwesten im Asir-Gebirge.
Östlich des Randabbruchs fällt das unwirtliche Hochland allmählich bis
zu den flachen Wassern des Persischen Golfes ab, dessen Küste von
Sümpfen und Salzflächen gesäumt ist. Ein breites Wüstenband, „das leere
Viertel“, die Rub al-Khali, erstreckt sich über den gesamten Süden des
Landes. Der in Jordanien von Norden nach Süden verlaufende Jordangraben
erreicht im Toten Meer den tiefsten Punkt der gesamten Erdoberfläche.
Hierüber steigt das ostjordanische Bergland auf, die östlich hieran
anschließenden wüstenhaften Tafelländer nehmen etwa zwei Drittel der
Landesfläche ein. Die Region ist geprägt durch riesige Wadis mit weiten
Sandflächen und teilweise engen Canyons, wie das Wadi Rum. Syrien wird
geographisch in vier Hauptgebiete unterteilt: fruchtbare Küstenebenen im
Westen, ein Plateau und die Bergkette Jebel an-Nusariyah, Ebenen in der
Landesmitte sowie Wüste und Steppe im Südosten, die in ihrem Zentrum
von kleineren Hügelketten unterbrochen sind.
Auf der gesamten Arabischen
Halbinsel herrscht extrem trockenes Klima, nicht selten steigen die
Temperaturen über 50 Grad. An der Küste Syriens herrscht ein typisches Mittelmeerklima, im
Landesinneren ist es dagegen, wie auch in Jordanien, sehr trocken. Die
Winter sind kalt, die Sommer hingegen sehr heiß – bis zu 45° C – die
Temperaturen werden durch die geringe Luftfeuchtigkeit aber relativ gut
vertragen.
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Stand:
März 2012
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